LAST UPDATE:  
30.01.2012

Klinik
» Mitarbeiter
klin. Schwerpunkte
» gyn. Laparoskopie
» Urogynäkologie
» AG Präeklampsie
» Endokrinologie
» Geburtshilfe
» Neugeborenenmedizin
Informationen
für Patientinnen
»  Brustkrebs-Therapie »  Geburtshilfe
für Ärzte
»  Studien
»  Ovarial-CA Studien
»  Organko. Ovar AGO
»  Konsilärzte
»  Konsil anmelden
für Studenten
» 
Forschung
»  Publikationen 2006
»  Publikationen 2007
»  Publikationen 2008
»  Posterarchiv

Schwerpunkte > Urogynäkologie

Urogynäkologische Sprechstunde

  • Welche Beschwerden werden behandelt und therapiert?

  • Was passiert bei dieser Untersuchung ( Urodynamik)

  • Wie komme ich in diese Sprechstunde

  • Informationen über häufige Krankheitsbilder

  • Therapiemöglichkeiten

  • Beckenbodentraining



Welche Beschwerden werden behandelt und therapiert?

  • Probleme mit unfreiwilligem Urinverlust (Harninkontinenz)

  • Probleme mit Harndrang und häufigem Wasserlassen

  • Probleme mit Blasenentzündungen

  • Probleme mit Blasen- , Darm- oder Gebärmuttersenkungen



Wie komme ich in diese Sprechstunde?

Ihr Ansprechpartner ist Ihr Hausarzt/Hausärztin oder Ihr Gynäkologe/Gynäkologin, dieser kann sie in unserer Sprechstunde anmelden


Was passiert bei dieser Untersuchung (Urodynamik)

  • Ausführliches Gespräch über ihre Beschwerden

  • Urinuntersuchung und Restharnbestimmung

  • Messung von Druck in Harnröhre und Blase, dazu wird ihnen für die Dauer der Messung ein spezieller Messkatheter durch die Harnröhre in die Blase eingelegt, welcher die gemessenen Daten an einen Computer weiterleitet

  • kontrollierte Füllung der Blase mit angewärmter Kochsalzlösung über das Computermesssystem

  • Ultraschalluntersuchung

  • Besprechung der Resultate und Erläuterung der Therapiemöglichkeiten



Urogynäkologische Sprechstunde



 

Kontakt

Für Fragen und Auskünfte erreichen Sie unsere Schwestern in der Poliklinik der Frauenklinik:



Mo - Fr : 8 - 16 Uhr unter:
Tel. 089/4140-2446
Oder: 24 h täglich unter:
Fax: 089/ 4140 3621


Informationen über häufige Krankheitsbilder

  • Unfreiwilliger Urinverlust auch Harninkontinenz genannt ist ein häufiges Krankheitsbild.
  • Harninkontinenz kann die unterschiedlichsten Gründe haben und in jedem Lebensalter auftreten.
  • Frauen sind von Inkontinenz häufiger betroffen als Männer.
    Dafür gibt es mehrere Gründe. Der Beckenboden der Frau muss grosse Belastungen, wie zum Beispiel Schwangerschaft und Geburt aushalten. In den Wechseljahren bedingen die hormonellen Veränderungen eine Schwäche von Muskel - und Bindegewebe.
  • Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ursachen für eine Harninkontinenz ist es sehr wichtig sich als Patientin an einen erfahrenen Arzt zu wenden. Nur dadurch ist es möglich die Ursache ihrer Beschwerden zu klären und eine gezielte Therapie einzuleiten, denn Inkontinenz ist in den meisten Fällen behandelbar.
  • Unser Ziel ist es nach einer sorgfältigen Abklärung ihrer Beschwerden eine individuelles Behandlungskonzept für Ihre Beschweren zu entwickeln.


Belastungs-oder Stressinkontinenz
Belastungs- oder Stressinkontinenz ist unfreiwilliger Harnverlust durch "Stress" , dabei ist mit Stress eine Erhöhung des Druckes in der Bauchhöhle gemeint, wie er z.B. bei Husten, Niesen, Lachen oder körperlicher Anstrengung auftritt. Während des Urinverlustes spürt man typischerweise keinen Harndrang


Ursache:

  • Schwache Beckenbodenmuskulatur ( z. B. durch Geburten )

  • Lageveränderungen der Blase und Gebärmutter
    ( Gebärmutter- oder Blasensenkung )
    bitte link zu Gebärmuttersenkung



Drang- oder Urgeinkontinenz

  • Diese Erkrankung ist gekennzeichent durch einen häufigen nicht willentlich unterdrückbaren Harndrang, welcher mit Inkontinenz einhergehen kann

  • Typisch ist der Urinverlust in Ruhe, d.h. ohne körperliche Belastung wie Husten, Niessen, Springen etc.



Ursache:

  • Nicht beeinflussbare unkontrollierte Kontraktionen der Blasenmuskulatur
    ( überempfindliche Blase )

  • Ursache für die Blasenkontraktionen können z.B. Blasenentzündungen oder Hormonmangel sein

Gebärmutter - oder Blasensenkung

  • Bezeichnet die Senkung oder den Vorfall der Gebärmutter oder/und Blase in die Scheide

  • Sie selbst bemerken diese Senkung durch ein Druck- oder Fremdkörpergefühl in der Scheide

Ursache:

  • Gewebeüberdehnung bei Geburten

  • Angeborene Bindegewebsschwäche

  • Erschlaffung des Gewebes infolge Alterung und Hormonmangel



Therapiemöglichkeiten

Die Therapie richtet sich nach der bei Ihnen festgestellten Erkrankung und wird individuell für Sie zusammengestellt.

Konservative Therapieverfahren

  • Blasentraining

  • unser Dranginkontinenzkonzept

  • Beckenbodentraining bitte link zum Beckenbodentraining

  • Medikamente

  • Hormone

  • Inkontinenzhilfsmittel



Operative Therapieverfahren

  • Diese finden Anwendung, wenn die konservativen Therapiemassnahmen versagen

  • In unserer Klinik werden neben den gängigen Inkontinenzoperationen, auch neuere kleinere operative zur Behandlung der Inkontinenz durchgeführt

z.B. TVT ( Schlinge um die Harnröhre)

  • Um die für Sie geeignete Operationsmethode zu finden, muss jedoch erst eine genaue urodynamische Untersuchung erfolgen



Beckenbodentraining

  • Ein konsequentes Beckenbodentraining kann Harninkontinenz, Stuhlinkontinenz und auch sexuelle Funktionssstörungen verbessern und sogar heilen.

  • Vorteilhaft und oft auch nötig sind erste Anleitungen
    durch speziell geschulte Physiotherapeutinnen

  • Zu unserem Team gehören speziell ausgebildete Physiotherapeutinnen, welche gemeinsam mit ihrer/m behandelten Ärtzin/Arzt ein individuelles Trainingsprogramm für Sie zusammenstellt.



Siehe physiotherapeutisches Beckenbodentraining

Beckenbodentraining: Wie mache ich das richtig ?



Praktische Anleitung zum Training

1. Stufe: Bewußtmachen der Beckenbodenmuskeln

Bevor Sie die Beckenbodenmuskeln in irgendeiner Form trainieren können, müssen Sie sie zuerst kennenlernen.
Dies ist, wie schon erwähnt, insofern schwierig, als die Muskeln von außen nicht direkt sichtbar oder fühlbar sind.
Sie werden für diese Uebung also einige Zeit und Geduld aufwenden müssen.
Erfahrungsgemäß dauert das Erlernen der ersten und zweiten Stufe etwa vier bis sechs Wochen.

  • Legen Sie sich ganz entspannt auf den Rücken, ziehen Sie die Beine - im Knie gebeugt - an den Körper und lassen Sie sie dann locker zur Seite fallen (siehe Abb. 1).

 

 

Bild?

 

 

Bild?

Abb. 1: Eine entspannte Lage
ist wichtig zum Erlernen von Stufe eins und zwei.
Abb. 2: Schematische Darstellung des äußeren weiblichen Genitals:


a =Schambein
b = Hamröhrenöffnung
c = Scheide
d = Damm
e =After
f = Steißbein
g = Beckenbodenmuskeln



  • Versuchen Sie jetzt, sich die Lage der Beckenbodenmuskeln zu vergegenwärtigen. Sie befinden sich zwischen dem Schambeinknochen und der Spitze des Steißbeines und sind von den Öffnungen für After, Scheide und Harnröhre durchbrochen
    (siehe Abb. 2)

  • Nun kneifen Sie den After langsam zusammen und versuchen dann, den angespannten After insgesamt nach innen, also kopfwärts zu bewegen, was nur mit Hilfe der Beckenbodenmuskeln bewerkstelligt werden kann. Zur Kontrolle legen Sie einen Finger auf die Region zwischen Scheideneingang und After, dem sogenannten Damm (siehe Abb. 2).

  • Können Sie tatsächlich den Beckenboden einsetzen, so müßte sich dabei der Damm fühlbar nach oben wegbewegen.

  • Gelingt Ihnen das, so führen Sie jetzt zwei Finger in die Scheide ein. Wenn notwendig, benutzen Sie dazu ein Gel oder eine Creme. In etwa 4 - 5 cm Höhe spreizen Sie die Finger, bis Sie einen deutlichen Widerstand der seitlichen Scheidenwand fühlen können.Wiederholen Sie die zuvor durchgeführte Uebung. Wenn Sie in der Lage sind, den Beckenboden zur Anspannung zu bringen, so spüren Sie, wie die gespreizten Finger wieder zur Mitte zusammengedrängt werden.

 

Bild?

 

Abb. 3: Bei richtiger Anspannung des Beckenbodens
werden die Finger spürbar zur Mitte zusammengedrängt.


  • Spüren Sie auch nach häufigeren Versuchen bei dieser Uebung keine Reak tion, so ist es nicht sinnvoll alleine mit dem Beckenbodentraining weiter fortzufahren. Lassen Sie sich durch eine gezielte Anleitung von Ihrem Gynäkologen von einer entsprechend ge- schulten Krankengymnastin oder auch der Hebamme helfen.


2. Stufe: Entkoppelung anderer Muskelgruppen von der Anspannung des Beckenbodens

  • Spannen Sie dazu erneut die Beckenbodenmuskeln an und kontrollieren Sie mit der Hand gleichzeitig die Bauch-, Gesäß- und Beinmuskulatur. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Sie feststellen, daß auch diese Muskelgruppen kontrahiert, d.h. angespannt sind.

  • Ebenso werden Sie feststellen, daß es gar nicht so einfach ist, die Beckenbodenmuskeln unabhängig von anderen Muskelgruppen anzuspannen.
    Es gelingt, wenn Sie sich sehr auf die Beckenbodenmuskeln konzentrieren.
    Rechnen Sie aber damit, daß einige Zeit vergehen wird, bis Sie diese Uebung
    sicher beherrschen und lassen Sie sich nicht vorzeitig entmutigen

3. Stufe: Basistraining der Beckenbodenmuskeln

  • Wenn Sie die Beckenbodenmuskein unabhängig von anderen kontrahieren können, beginnt das eigentliche Training.
    Dabei müssen zwei Muskelarten trainiert werden:

  • - die "schnellen" Muskelfasern, die für eine plötzliche, kurzfristige Anspannung erforderlich sind
    und
    -die "langsamen" Muskelfasern, die die Anspannung über eine längere Zeit hinweg aufrecht erhalten können.

  • Entsprechend Ihrem Tagesablauf sollte das Trainingsprogramm über den ganzen Tag verteilt werden.

  • Beginnen Sie mit vier bis fünf Trainingseinheiten.Spannen Sie den Beckenboden jeweils 10 x schnell und kurz hintereinander an.

  • Im Anschluß daran führen Sie zehn längerandauernde Kontraktionen durch.
    Am besten im Rhythmus: anspannen 2 - 3 - 4 - 5 und entspannen 2 - 3 - 4 - 5.

  • Einmal am Tag sollten Sie eine Art Marathon einbauen, d.h. kontrahieren Sie die Beckenbodenmuskulatur so stark wie möglich und versuchen Sie, diese Anspannung möglichst lange aufrechtzuerhalten.

  • Im Laufe von vier bis sechs Wochen werden diese Uebungen langsam gesteigert, bis Sie von etwa 80 Kontraktionen pro Tag auf etwa 200 kommen.

4. Stufe: Bewußter, aktiver Einsatz der Beckenbodenmuskulatur in körperlichen Streßsituationen

  • Nach etwa vier bis sechs Wochen müßte es Ihnen gelringen, den Beckenboden schnell und kräftig in Situationen einzusetzen, in denen Sie bisher Urin verloren haben.

  • Sollte das beispielsweise beim Husten der Fall gewesen sein, so empfiehlt es sich, zunächst mit wenig gefü|llter Harnblase folgende Uebung durchzuführen:
    Maximales Anspannen des Beckenbodens - heftiges Husten - Lockerlassen.

  • Im weiteren Verlauf des Trainings wird diese Uebung mit einem immer höheren Füllungsstand der Blase durchgeführt, bis Sie schließlich in der Lage sind, eine Hustenserie von etwa sechs bis zehn Hustenstößen ohne Urinverlust durch die maximale Anspannung des Beckenbodens zu überstehen. Das gleiche gilt selbstverständlich auch für andere körperliche Streßsituationen wie zum Beispiel Hüpfen oder das Anheben von Lasten.

  • Falls es Ihnen jedoch trotz eines intensiven und diszipliniert durchgeführten Trainings nicht gelingt, den unfreiwilligen Abgang von Urin in den Ihnen bekannten Streßsituationen zu verhindern, müssen Sie sich erneut mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen. Es könnte sein, daß die Streß-Inkontinenz so weit fortgeschritten ist, daß Ihnen nur durch einen operativen Eingriff geholfen werden kann.

  • Dennoch war das Training auch in einem solchen Fall nicht umsonst, weil die Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Operation dadurch entscheidend verbessert worden ist.



Physiotherapeutisches Beckenbodentraining



  • Bei einigen Frauen ist zum Aufbau einer gut funktionierenden Beckenbodenmuskulatur ein gezieltes physiotherapeutisches Beckenbodentraining notwendig

  • Zusätzlich können bestimmte Krankheitsbilder gezielt behandelt werden:

- Stressharninkontinenz
- Dranginkontinenz
- Hypertoner Beckenboden
- Sexuelle Funktionsstörungen

  • Das Prinzip ist aber wie beim selbständigen Beckenbodentraining das gleiche.

1. Bewusstmachen der Beckenbodenmuskulatur
2. Entkopplung anderer Muskelgruppen von der Anspannung des Beckenbodens
3. Basistraining der Beckenbodenmuskulatur
4. Trainig des bewussten Einsatzes der Beckenbodenmuskulatur in Stresssituationen

  • In der Physiotherapie wird das Training durch verschiedenste Trainingshilfen gezielt unterstützt

Elektrostimulation:

  • Gezielte Stimulation der Beckenbodenmuskulatur über Sonden , welche den Beckenbodenmuskel durch die Scheide oder durch den Darm stimulieren

  • Dies fördert einerseits das Bewusstmachen der Beckenbodenmuskulatur, andererseits die Kräftigung der Muskulatur

Biofeedback:

  • hier werden über verschiedene Methoden, die Koordinationsfähigkeit der Muskulatur verbessert






Impressum | Klinikum r.d. Isar      

A K T U E L L

» Pressemitteilung zu PIP-Implantaten
» Interview mit Prof. Kiechle: "Pro & Contra gyn. Früherkennung"
» interdisz. Osteoporose-Zentrum
» Artikel: Schwangerschaftsabbruch und Brustkrebs
» Enokrinologie Organigramm
» Endokrinologie Sprechstunden
» Endokrinologie Forschung
» Kontrazeption bei Uterus myom.
» Sprechstundenübersicht
» AZ-Klinikreport
» Tumorrisikosprechstunde: Beratung Brust- und Eierstockkrebs
» Kreißsaal-Elternabende
» Mit Löwenzahn gegen Krebs
» aktuelle Studien Brustkrebs
» Präzisere Risikoeinsch. von Tumoren
» BRCA-Netzwerk

Kontakt
Frauenklinik der TU München
Klinikum rechts der Isar
Ismaninger Str. 22
81675 München

» Übersicht Sprechstunden,
    Rufnummern, Ansprechparner

» so finden Sie uns
» Noch Fragen? E-Mail schreiben

Quick Links
Babygalerie
Geburtshilfe
Brustzentrum
Mammadiagnostik
  © 2004 - 2009 Frauenklinik TU München · Klinikum rechts der Isar